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Folgen des Lärms für Gesundheit und Psyche

Lärm macht Körper und Seele krank

 

Es macht kaum einen Unterschied, ob das menschliche Gehör über längere Zeit einem schwachen Lärmpegel ausgesetzt ist oder über kürzere Zeit einem starken – beides ist äußerst schädlich.

Hauptfolgen sind kurzzeitige und chronische Ohrgeräusche (Tinnitus) und eine Verminderung des Hörvermögens. Auch Menschen im mittleren Alter leiden viel zu früh an Schwerhörigkeit bedingt durch zu häufige und hohe Lärmbelastung. Außerdem kann Lärm zu anderen Störungen führen wie verminderte Konzentration, Erkrankungen des Kreislaufssystems, gestörter Schlaf und Gestresstheit bis hin zum Burnout.

Das Interessante am Phänomen Lärm ist, dass sich sehr viele Menschen durch dauernden Lärm, egal ob dieser von der Nachbarschaft, dem Verkehr, dem naheliegenden Flughafen oder von Baustellen stammt, gestört fühlen. Auf der anderen Seite jedoch schalten sie – sollte es einmal ausnahmsweise wirklich still in ihrem Leben werden – den Fernseher oder das Radiogerät ein. Absolute Stille ängstigt viele Menschen, da sie nicht mehr daran gewöhnt sind. Der Umgebungslärm ist in den letzten Jahren massiv gestiegen. Mehr Lärm heißt für das vegetative Nervensystem gleichzeitig auch ständige Bereitschaft zur Reaktion, denn ursprünglich – in den Anfängen der Menschheit – bedeutete ein Anschwellen des Lärms größere Gefahr.

 

Warum und wem schadet Lärm?

 

Lärm knickt die Hörsinneszellen und schädigt sie dauerhaft, was sich in dumpfem, schlechterem Hören äußert. Studien zeigen, dass schon mehrere Sekunden von Lautstärken über 120 Dezibel genügen, um einen Hörverlust zu erleiden, welcher irreparabel ist.

Es gibt sehr viele Gruppierungen von Personen, die besondere Risiken für ihr Gehör eingehen und deshalb unbedingt Vorsorge treffen sollten. Zum einen sind dies Personen, die beruflich ständigem Lärm ausgesetzt sind. Daneben gibt es Privatpersonen, die sich freiwillig Lärm aussetzen, weil er Teil ihres Hobbys ist, wie etwa Hobbybastler, Unterwassersportler oder Konzertbesucher. Personen, die wie Jäger und Schützen schießen müssen, sind genauso wie Musiker und solche, die mit Musik (Verstärkern) arbeiten, eine Risikogruppe. Am Ende dürfen jene nicht vergessen werden, die keinen ruhigen Schlaf finden, weil eine andere Person ihnen durch ständiges Röcheln und Schnarchen den Schlaf raubt.

Leider ist nicht nur das Gehör von dieser Belastung betroffen, sondern auch die Psyche. Es gibt kaum mehr Orte, an denen das Gehör abschalten kann, nicht einmal im Bett während des Schlafens. Während wir die Augen in der Nacht schließen, um dem Sehsinn Ruhe zu gönnen, ist dies bei den Ohren nicht möglich.

 


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